von Andreas Werner
Prinzenvogelschießen 2026
Acht Schützen traten zum diesjährigen Wettbewerb an – mit dem Ziel, die begehrten Pfänder zu erringen und schließlich den Vogel von der Stange zu holen. Bereits früh zeigte sich, dass es kein leichtes Schießen werden würde, insbesondere der linke Flügel erwies sich als äußerst zäh und widerstandsfähig.
Den Anfang machte Andreas Scherer, der mit dem 18. Schuss die Krone sicherte. Nur einen Schuss später fiel der Schnabel durch Severin Kippels (19.). Auch im weiteren Verlauf blieb Andreas Scherer erfolgreich und holte sich mit dem 75. Schuss den linken Flügel. Der rechte Flügel ging schließlich mit dem 93. Schuss an Julian Ganz.
Mit fortschreitendem Wettbewerb wurde der Vogel zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, ließ sich seinen Zustand jedoch lange Zeit nicht anmerken. Nach und nach lichtete sich das Teilnehmerfeld, bis am Ende nur noch zwei Schützen im Rennen waren – Severin Kippels und Andreas Scherer, der damit als letzter verbliebener Mitstreiter im Wettbewerb stand. Es entwickelte sich ein spannender Zweikampf.
Schuss um Schuss wurde der hölzerne Vogel weiter geschwächt, bis sich schließlich die Entscheidung anbahnte: Mit dem 212. Schuss gelang es Severin Kippels, den Vogel endgültig von der Stange zu holen. Dabei schien sich der Vogel beinahe plötzlich zu spalten und gab den letzten Widerstand auf.
Damit sicherte sich Severin Kippels die Prinzenwürde für das Schützenjahr 2025/2026 und wählte Leonie Zipperer zu seiner Prinzessin.
| Krone | Andreas Scherer (18.) |
| (Schnabel) | Severin Kippels (19.) |
| Linker Flügel | Andreas Scherer (75.) |
| Rechter Flügel | Julian Ganz (93.) |
| Vogel | Severin Kippels (212.) |