von Andreas Werner
Königsvogelschießen 2026
Ein stattliches Teilnehmerfeld von 18 Schützen trat zum diesjährigen Vogelschießen um die Königswürde an. Von Beginn an entwickelte sich ein langes und zähes Schießen, das sich über rund zweieinhalb Stunden erstreckte. Auffällig war dabei, dass sich die Schützen bereits früh viel Zeit für jeden einzelnen Schuss nahmen, wodurch der Wettbewerb von Beginn an von großer Konzentration und Spannung geprägt war.
Die ersten Pfänder fielen vergleichsweise früh: Bereits mit dem 2. Schuss sicherte sich Christian Wendeler den Schnabel. Die Krone fiel durch Felix Sonntag mit dem 9. Schuss. Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch, dass der Vogel insgesamt einiges aushalten konnte. So dauerte es bis zum 37. Schuss, ehe Gerd Sawatzki den linken Flügel errang, während der rechte Flügel erst mit dem 93. Schuss durch Sebastian Zink zu Boden ging.
Auch nach dem Fall der Pfänder blieb das Schießen anspruchsvoll. Über lange Zeit hinweg war dem Vogel äußerlich kaum etwas anzusehen – er zeigte sich widerstandsfähig und verlangte den Schützen weiterhin Geduld und Präzision ab. Erst im weiteren Verlauf wurde sichtbar, dass die Konstruktion zunehmend nachgab und sich schließlich ein erster Riss auftat – zu diesem Zeitpunkt waren nur noch vier Schützen im Wettbewerb: Sebastian Sonntag, Sebastian Zink, Frank Plachta und Marcel Temp.
In der entscheidenden Phase entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem jeder Schuss über den Ausgang entscheiden konnte.
Schließlich bewies Sebastian Zink das nötige Durchhaltevermögen und Geschick: Mit dem 185. Schuss traf er entscheidend, spaltete den Vogel und holte ihn endgültig von der Stange. Damit sicherte er sich die Königswürde.
Sebastian Zink regiert nun gemeinsam mit seiner Frau Ronja als Königspaar die Helling im Schützenjahr 2026/2027.
| (Schnabel) | Christian Wendeler (2.) |
| Krone | Felix Sonntag (9.) |
| Linker Flügel | Gerd Sawatzki (37.) |
| Rechter Flügel | Sebastian Zink (93.) |
| Vogel | Sebastian Zink (185.) |